Euphonium / Tuba

Kurzinfo

frühestes
Einstiegsalter ca.:
ab 10 Jahre
Eingangs-
voraussetzungen:
Voraussetzung ist eine geeignete Zahnstellung. Der Unterricht kann nur bedingt bei fest montierter Zahnspange sinnvoll sein (der vorherige Besuch der MFE und Instrumentalunterricht in einem anderen Fach oder die MGA wird empfohlen).
Unterrichtsformen: Gruppenunterricht, Partnerunterricht und Einzelunterricht.
Dozenten: Kathryn Freiboth, Thomas Henze
musikalische Betätigungsfelder: Kammermusik, gemischte Ensembles, Blechbläser Ensembles, Posaunenchöre, Musikzüge, Blaskapellen, Blasorchester
Instrumente: Vor Anschaffung eines eigenen Instruments sollte unbedingt ein Beratungsgespräch mit dem Fachlehrer stattfinden.

Information zum Instrument

Das Euphonium ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner konischen Mensur zur Familie der Bügelhörner gehört. Der Name Euphonium kommt aus dem Grieschichem und bedeutet wohlklingend. Die Grundstimmung des Euphoniums ist in B; es klingt eine Oktave tiefer als eine Trompete und eine Oktave höher als eine Tuba in dieser Stimmung. Der Tonumfang entspricht in etwa dem der Posaune.

Mit der Erfindung des Périnet-Ventile 1813 wurde neben der Trompete der Tenortrompetenbass gebaut, der zum Flügelhorn weiter entwickelt wurde. Zu diesem Instrument baute man eine weitere Form, das Tenorhorn. 1843 wurde das Euphonium erfunden, um einen tieferen und weicheren Klang zu erhalten. Als Erfinder gelten „Capellmeister Sommer“, der aus Weimar stammte, und Adolphe Sax.. Adolphe Sax war auch der Erfinder des Saxophons. Das Euphonium erhielt eine weitere Mensur. Das Euphonium nennt man auch Infanteriecello, es ist das „Violoncello“ der Blasmusik.

Die Tuba ist das tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente. Infolge ihrer weiten Mensur und der entsprechend stark konisch verlaufenden Bohrung zählt sie zur Familie der Bügelhörner. Sie besitzt drei bis sechs Ventile. Man unterscheidet zwischen F-Tuba, Eb-Tuba, C-Tuba und Bb-Kontrabass-Tuba.

Das Wort „Tuba“ hat seine Wurzeln im lateinischen „tubus“ (= Rohr) und bezeichnete im alten Rom ein Blasinstrument in Form einer langgestreckten Metallröhre (aus Eisen oder Bronze) mit kleiner Stürze und knöchernem Mundstück. Der Begriff „Tuba“ umfasst eigentlich alle geblasenen Metallbassinstrumente: Baßtuba, Kontrabaßtuba, Helikon und Sousaphon. Die Unterschiede in den Abmessungen der Instrumente sind gering, sie betreffen vor allem ihre Form. Durch verschiedene Mensuren bestehen jedoch unterschiedliche Klangeigenschaften.

Die Baßtuba ist gestimmt in F oder Es mit einem Tonumfang vom B bis etwa zum g` bzw. vom As bis etwa zum f`. Sie wurde 1835 von Wilhelm Wieprecht und J. G. Moritz in Berlin erfunden.

Die Kontrabaßtuba, oft als Kaiserbass bezeichnet, steht in C oder B und ergänzt den Tonumfang zur Tiefe hin. Er reicht vom C bis etwa zum g` bzw. vom B bis etwa zum f`. Die Kontrabaßtuba wurde 1845 von V. F. Ceverný erfunden.

Das Helikon wurde nach Wilhelm Wieprechts Angaben 1849 von Stowasser in Wien konstruiert. Es wird in F, Es oder B gebaut. Es ist kreisrund gebogen.

Das Sousaphon wurde nach Angaben des amerikanischen Militärkapellmeisters John Philip Sousa von der Firma C. G. Conn in Elkhart, Indiana gebaut. Es ist ebenfalls kreisrund gebogen und wird in Es und B hergestellt. Es unterscheidet sich vom Helikon nur durch eine weitere Mensur und eine verstellbare, grosse weitausladende Stürze. Hierdurch erhält das Instrument einen vollen, runden und samtweichen Ton, der dennoch leicht anspricht.

Die Tuba ist auch im Bassbereich chromatisch spielbar.