Posaune

Kurzinfo

frühestes
Einstiegsalter ca.:
ab 10 Jahre
Eingangs-
voraussetzungen:
Voraussetzung ist eine geeignete Zahnstellung. Der Unterricht kann nur bedingt bei fest montierter Zahnspange sinnvoll sein. Der vorherige Besuch der MFE und Instrumentalunterricht in einem anderen Fach oder die MGA und das Instrumentenkarussell werden empfohlen.
Unterrichtsformen: Gruppenunterricht, Partnerunterricht und Einzelunterricht.
Dozenten: Kathryn Freiboth, Thomas Henze
musikalische Betätigungsfelder: Kammermusik, gemischte Ensembles, Blechbläser Ensembles, Posaunenchöre, Big-Bands, Musikzüge, Blaskapellen, Blasorchester, Sinfonieorchester
Instrumente: Einige Mietinstrumente können für den Anfang über die Musikschule zur Verfügung gestellt werden. Vor Anschaffung eines eigenen Instruments sollte unbedingt ein Beratungsgespräch mit dem Fachlehrer stattfinden.

Information zum Instrument

Die Posaune ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner weitgehend zylindrischen Bohrung (enge Mensur) zu den Trompeteninstrumenten zählt. Die Posaune besteht aus einem S-förmig gebogenen zylindrischen Rohr, in das an einem Ende ein Mundstück eingesetzt wird und das sich am anderen Ende zum Schalltrichter öffnet. Der Ton entsteht den Blechblasinstrumenten entsprechend. Der Zug dient der Tonhöhenänderung, da durch Hinausschieben die Luftsäule verlängert wird. Aufgrund ihrer engen Mensur klingen die Töne der Posaune härter als bei den Instrumenten der Bügelhornfamilie.

Die Posaune entstand in ihrer jetzigen Form bereits um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete und ist neben der Violine eines der ältesten voll chromatisch spielbaren Orchesterinstrumente. Unter einer Posaune versteht man im Allgemeinen eine Zugposaune. Die Ventilposaune bildet eine Sonderform.

Die bei weitem gängigste Bauform ist die der Tenorposaune. Die Tenorposaune wird ohne Transposition und überwiegend im Bassschlüssel notiert, im sinfonischen Bereich häufig auch im Tenorschlüssel, seltener im Altschlüssel. Eine Ausnahme bilden Noten für englische Brass Bands, wo die Posaune im Violinschlüssel und transponierend in B notiert wird, um den Musikern den Wechsel zwischen verschiedenen Instrumenten zu erleichtern.

Im 19. Jahrhundert wurde erstmals eine Tenorposaune mit einem zusätzlichen Quartventil ausgestattet. Diese heute noch verbreitete Bauform (Quartposaune) bezeichnet man mitunter auch als Tenorbassposaune, da das Instrument bei betätigtem Ventil in F gestimmt ist. Posaunen mit Quartventil sind nicht nur ab dem großen C voll chromatisch spielbar: Ein mindestens ebenso wesentlicher spieltechnischer Vorzug besteht darin, dass mit Ventil alternative Zugpositionen möglich werden, eine bedeutende Erleichterung besonders im unteren Register.

Die Bassposaune ist eigentlich nur eine etwas größere Tenorbassposaune. Wie diese ist sie in B gestimmt, hat also die gleiche Rohrlänge und unterscheidet sich von ihr nur durch eine weitere Bohrung, einen größeren Schalltrichter und ein meist etwas größeres Mundstück. Dadurch spricht sie in der tiefen Lage besser an, klingt voller und kann lauter gespielt werden. Das hohe Register klingt dafür matter und erfordert eine größere Anstrengung. Die Bassposaune wird in der Regel nichttransponierend im Bassschlüssel notiert. Der Tenorschlüssel bildet die Ausnahme, der Altschlüssel kommt, wenngleich selten, ebenfalls vor.