Querflöte

Kurzinfo

frühestes
Einstiegsalter ca.:
ab 8 Jahre
Eingangs-
voraussetzungen:
Voraussetzung ist eine geeignete Zahnstellung. Der Unterricht kann nur bedingt bei fest montierter Zahnspange und großen Zahnlücken zwischen den Frontzähnen sinnvoll sein (der vorherige Besuch der MFE und zwei Jahre Blockflötenunterricht oder die MGA wird empfohlen).
Unterrichtsformen: Gruppenunterricht, Partnerunterricht und Einzelunterricht.
Dozenten: Ulrike Dietrich
musikalische Betätigungsfelder: Kammermusik, gemischte Ensembles, Querflötenensemble, Spielmannszüge, Musikzüge, Blaskapellen, Blasorchester, Sinfonieorchester
Instrumente: Einige Mietinstrumente sind für den Anfang in der Musikschule vorhanden. Vor Anschaffung eines eigenen Instruments sollte unbedingt ein Beratungsgespräch mit dem Fachlehrer stattfinden.

Information zum Instrument

Die Querflöte ist ein Holzblasinstrument mit einer seitlich am Rohr angebrachten Anblaskante. Sie ist aus der mittelalterlichen Querpfeife hervorgegangen ist. Entgegen der häufigen Meinung ist die Querflöte kein Blechblasinstrument, obwohl sie überwiegend aus Metallen hergestellt wird. Zum Einen wird die Schwingung nicht durch die Lippen des Spielers sondern durch Blasen über eine Kante erzeugt; zum Anderen wurde sie für lange Zeit und bis heute auch aus Holz hergestellt. Folglich ist die Querflöte ein Holzblasinstrument.

Die Querflöte besteht aus dem Kopfstück, dem Mittelstück und dem Fußstück. Bei der Flöte ist das Kopfstück üblicherweise gerade, es gibt aber auch gebogene Kopfstücke als Lernhilfe für Kinder- oder bei tieferen Alt-, Tenor- und Bassflöten. So ist das Instrument einfacher zu greifen. Das Kopfstück besteht aus dem eigentlichen Rohr, dem Tubus. Im oberen Drittel befindet sich ein Loch mit aufgelötetem Kamin. Dieser trägt die gewölbte Mundlochplatte mit dem eigentlichen Anblasloch. Das Kopfstück ist im Unterschied zum übrigen Tubus nicht zylindrisch sondern konisch. Die Wölbung der Mundlochplatte, Form und Schnitt des Anblasloches und die Bohrung des Kopfstückes haben großen Einfluss auf Ansprache, Klangfarbe und Klangvolumen der modernen Querflöte.

Bei den Klappensystemen am Mittelstück unterscheidet man zwei Bauweisen (Wenn die Klappen in einer Linie angeordnet sind spricht man von „in-line“-Ausführung, wenn das G in Richtung des linken Ringfingers vorgezogen ist von „off-set“-Modellen) und zwei Klappen-Arten: geschlossene Klappen: Die Finger betätigen sie, das Tonloch selbst wird allerdings von der Klappe verschlossen oder Ringklappen bzw offene Klappen: Die Finger verschließen das Loch und betätigen die Klappen. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass der Flötist die Luftgeschwindigkeit in den Fingerspitzen spürt, und sie so besser korrigieren kann. Zudem verlangt ein System mit offenen Klappen eine genauere Fingertechnik, die wiederum einem exakteren Flötenspiel zugute kommt. Die Griffmöglichkeiten sind ebenfalls sehr viel flexibler. Die offenen Klappen ermöglichen zahlreiche zusätzliche Griffe und Effekte wie Glissando, Multiphonics und Mikrointervalle (Tonabstände kleiner als ein Halbton), was vor allem beim Spielen von zeitgenössischer Musik hilfreich ist und häufig sogar vom Komponisten verlangt wird.

Bei dem Fußstück unterscheidet man zwischen C-Fuß und H-Fuß: Bei Flöten mit einem C-Fuß ist der tiefstmögliche Ton das c1. Bei Flöten mit einem H-Fuß kann man noch einen Halbton tiefer spielen, also bis zum h.