Klavier

Kurzinfo

frühestes
Einstiegsalter ca.:
ab 4 Jahre
   
Eingangs-
voraussetzungen:
keine (der vorherige Besuch der MFE wird empfohlen). Der primär feinmotorische Schwerpunkt des Klavierspiels macht es besonders übe-intensiv. Das ist sicherlich ein Grund für die hohe Unterrichts-Abbruch-Quote unter den Klavierschülern.
   
Unterrichtsformen: Partnerunterricht und Einzelunterricht.
   
Dozenten: Ulrike Dietrich, Patricia Grunenberg, Valentina Morawez, Isolde Nitsch, Christine Stoffel, Erika Umanez, Karin Wagner, Elke Weymann
   
musikalische Betätigungsfelder: Das Klavier hat soviel Sololiteratur zur Auswahl, dass ein ganzes Pianistenleben nicht ausreicht, um sich hindurchzuspielen. So trifft man auf zwei gegensätzliche Musiker-Typen: den solitären Tastenlöwen, der sich selbst genug ist und den Kammermusiker/Liedbegleiter, der für das gemeinsame Musizieren in Kauf nimmt, nicht alleine im Rampenlicht zu stehen. Die musikalischen Möglichkeiten des Klaviers sind enorm vielschichtig. Es ist als virtuoses Soloinstrument ebenso etabliert wie als Ensembleinstrument und in allen Stilrichtungen zuhause.
   
Instrumente: Vor Anschaffung eines eigenen akustischen oder elektrischen Instruments sollte unbedingt ein Beratungsgespräch mit dem Fachlehrer stattfinden.

Information zum Instrument

Das Klavier gehört zur Gruppe der Tasteninstrumente. Von der Klaviatur (Tastatur) aus werden über eine spezielle Mechanik Hämmer in Bewegung gesetzt, die an Saiten schlagen und wieder zurückprallen. Gleichzeitig lösen sich Dämpfer von den Saiten und bleiben gehoben, so dass die Saite schwingt, bis die jeweiligen Tasten losgelassen werden.

Mit dem Oberbegriff „Klavier“ sind heute zwei Hauptbauformen gemeint: Flügel oder Pianino. Ein Flügel steht, wie ein Cembalo, frei im Raum. Raste, Resonanzboden und Besaitung sind waagerecht parallel zum Boden. Beim Pianino stehen Raste, Resonanzboden, Besaitung und Hammermechanik (Ständermechanik) senkrecht zum Boden, so dass man es platzsparend an die Wand stellen kann.

Die Bezeichnung Klavier stammt vom lateinischen clavis „Schlüssel, Schloss“. Dieses mehrdeutige Wort bezeichnete in der Musik bis etwa 1700 den Ton eines Musikinstruments. Davon ausgehend wurde die französische Bezeichnung clavier für ein Griffbrett, eine Tastatur oder Klaviatur von Instrumenten üblich. Erst seit der Erfindung des Hammerklaviers (Bartolomeo Christofori 1709) engte sich die Bedeutung des Begriffs auf dieses Instrument ein. Er wurde seit etwa 1850 für alle Pianofortes, Pianinos (ital. „Klavierchen“) oder Flügel mit Hammermechanik allgemein üblich.

Der ebenfalls übliche Name Piano ist die Kurzform von „Pianoforte“ oder „Fortepiano“ (vom italienischen piano „leise“ und forte „laut“). Er bezieht sich darauf, dass ein Hammerklavier anders als frühere Tasteninstrumente durch unterschiedlich festen Anschlag der Tasten eine stufenlose und extreme Dynamik der Lautstärken gestattet. Seit Erfindung von Tasteninstrumenten mit elektrischer und/oder elektronischer Klangerzeugung (Keyboards, nach 1945) wird das deutsche Wort Klavier meist für akustisch-mechanische Hammerklaviere reserviert, während das englische Äquivalent piano auch die Keyboards umfasst.