E-Bass

Kurzinfo

frühestes
Einstiegsalter ca.:
ab 10 Jahre
Eingangs-
voraussetzungen:
keine (der vorherige Besuch der MFE und vorausgehender Unterricht auf der akustischen Gitarre wird empfohlen).
Unterrichtsformen: Gruppenunterricht, Partnerunterricht und Einzelunterricht.
Dozenten: Till Spohr, Waldemar Sheljaskow
musikalische Betätigungsfelder: Die Möglichkeit, den Bass elektronisch zu verstärken, hat ihm den Weg in die Rock-Pop-Unterhaltungsmusik geöffnet.
Instrumente: Instrumente können in begrenzter Anzahl durch die Musikschule zur Verfügung gestellt werden. Vor Anschaffung eines eigenen Instruments sollte unbedingt ein Beratungsgespräch mit dem Fachlehrer stattfinden.

Information zum Instrument

Der elektrische Bass oder kurz E-Bass ist ein zumeist aus Holz gefertigtes Saiteninstrument. Wie bei der E-Gitarre werden die Saitenschwingungen nicht primär durch einen akustischen Klangkörper verstärkt, sondern durch Tonabnehmer in elektrische Signale umgewandelt, die mit Hilfe eines Verstärkers und eines Lautsprechers hörbar gemacht werden.

Der Korpus eines E-Basses dient nicht als Resonanzkörper, weshalb er meistens aus einem massiven Stück Holz besteht. Vor allem in den 1960er Jahren waren auch E-Bässe mit hohlem Korpus verbreitet. Ein E-Bass kann vier bis sieben und in besonderen Versionen auch bis zu zwölf Saiten haben, die durchgehend in Quarten gestimmt sind. Die (Standard)-Stimmung eines viersaitigen E-Basses (,E–,A–D–G) entspricht der Stimmung des Kontrabasses und ist eine Oktave tiefer als die vier tiefsten Saiten der Gitarre. Wie der Kontrabass ist der E-Bass ein transponierendes Instrument. Die Noten werden eine Oktave höher notiert als der Bass klingt.

Die Tonhöhenveränderung geschieht durch Abgreifen der Saiten auf dem Griffbrett, in welches meist 20 bis 24 Bundstäbchen in gleichstufigen Halbtonschritten eingelassen sind. Der Tonumfang eines viersaitigen E-Basses in Standardstimmung reicht (bei 24 Bünden) vom Kontra – E bis zum eingestrichenen g.

Die Saiten des elektrischen Basses werden im Wesentlichen mit den Fingern oder mit einem Plektrum gezupft. Darüber hinaus gibt es z.B. noch die sehr perkussive Slap-Technik, die durch Schlagen mit Daumen und Reißen mit dem Zeigefinger oder auch mit dem Mittelfinger ausgeführt wird. Eine weitere Technik ist das Double-Thumbing. Mit einer dem Plektrum gleichen Ausführungsweise wird mit Auf- und Abschlägen des Daumens die Saite angeschlagen und erlaubt damit eine wesentlich melodiösere Anwendung der Slaptechnik.

Im Gegensatz zum Kontrabass hängt der elektrische Bass etwa waagerecht vor dem Körper des Spielers. Dabei wird er von einem über die Schulter gelegten Tragegurt gehalten, so dass das Instrument auch im Stehen gespielt werden kann.